Kreative Ideen und Impulse zum Selber-Machen auf der Maker World

Tüftel-Event findet zum zweiten Mal vom 27. bis 28. Juni 2015 statt – 60 Aussteller präsentieren ihre Projekte und Ideen

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Erfinder, Selber-Macher und Weiterdenker sind auf dem zweiten Treffen der Kreativköpfe in Friedrichshafen von Samstag, 27. bis 28. Juni zu Gast. 60 Aussteller präsentieren hier ihre Projekte, Ideen und außergewöhnliche Produkte.

„Die Maker World bietet eine Plattform, auf der sich Macher jeder Art treffen, austauschen und gegenseitig inspirieren lassen können“,

erklärt Projektleiterin Petra Rathgeber. Sieben Erfinder haben vorab bei einer Presse-Veranstaltung einen Einblick in ihre Projekte gegeben.

Technik zum Abtauchen und Erkunden

Erfinder Thomas Schanne (l) und Ralf Stadelhofer präsentieren am 22.06.2015 in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) wenige Tage vor Beginn der Messe Maker-World in der Messe Friedrichshafen während einer Pressekonferenz ihren Tauchroboter und die dazugehörige Videobrille. Foto: Felix Küstle/dpa

Erfinder Thomas Schanne (l) und Ralf Stadelhofer präsentieren am 22.06.2015 in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) wenige Tage vor Beginn der Messe Maker-World in der Messe Friedrichshafen während einer Pressekonferenz ihren Tauchroboter und die dazugehörige Videobrille. Foto: Felix Küstle/dpa

Neue Einblicke in die Unterwasserwelt bietet der Tauchroboter der TechnikBäckerei e. V. In einer Tiefe von mindestens 70 Metern sendet der Roboter 3D-Bilder an eine Virtual-Reality-Brille. Damit kann der Tauchgang hautnah miterlebt werden. Gesteuert wird der Roboter über eine Fernbedienung. Thomas Schanne und Ralf Stadelhofer vom Verein erläutern die Idee hinter der Technikwerkstatt: „Wir errichten ein Ökosystem, in welchem kreative Menschen wachsen und ihre Ideen vorantreiben.“ Neben Maschinen und Werkzeug bietet die TechnikBäckerei auch Kurse, in denen die Methoden erlernt werden können, um das eigene Projekt voranzubringen.

Lieblingshelden werden lebendig bei „Cosplay meets Bodensee“

Elias Raymann (l) und Debora Hüpli posieren am 22.06.2015 in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) wenige Tage vor Beginn der Messe Maker-World in der Messe Friedrichshafen in ihren Cosplay-Kostümen. Foto: Felix Küstle/dpa

Elias Raymann (l) und Debora Hüpli posieren am 22.06.2015 in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) wenige Tage vor Beginn der Messe Maker-World in der Messe Friedrichshafen in ihren Cosplay-Kostümen. Foto: Felix Küstle/dpa

Rund 20 Stunden dauert es, ein Cosplay-Kostüm herzustellen. Als Vorbild dienen den Verkleidungskünstlern Charaktere aus Anime-Filmen und Manga-Comics. „Jeder Cosplayer ist auf einen Charakter gestoßen, den man einfach bewundert. Wir passen unser Verhalten und unser Aussehen diesem Charakter an“, so Elias Raymann. Der 21-jährige ist ein Vertreter der Gruppe „Cosplay meets Bodensee“. Sie trifft sich einmal im Monat am Bodensee, mit teilweise über hundert begeisterten Verkleidungskünstlern. Cosplay ist ein Trend, der in den 90ern aus Japan nach Deutschland gekommen ist, das Wort setzt sich zusammen aus „costume“ und „play“.

Muster statt Musik lassen sich mit der Farborgel kreieren

(c) www.maker-world.deBatik auf einem neuen Level: T-Shirts, Taschen, Keilrahmen und Kugeln lassen sich mit Hilfe der Farborgel gestalten. „Kein Stück gleicht einem anderen. Die Farborgel öffnet damit neue kreative Welten“, so Christine von Dziembowski vom Kreativhaus Applaus in Überlingen. Dort können sich auf 140 Quadratmetern Kinder, Jugendliche und Erwachsene gestalterisch austoben.

Fortbewegungsmittel der Zukunft: Mit Akkuschrauber betriebene Longboards

Realschüler Laurin Ege führt am 22.06.2015 in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) wenige Tage vor Beginn der Messe Maker-World in der Messe Friedrichshafen auf seinem Board, das von einem Akkuschrauber angetrieben wird. Foto: Felix Küstle/dpa

Realschüler Laurin Ege führt am 22.06.2015 in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) wenige Tage vor Beginn der Messe Maker-World in der Messe Friedrichshafen auf seinem Board, das von einem Akkuschrauber angetrieben wird. Foto: Felix Küstle/dpa

Das Thema Fortbewegung weitergedacht haben Schüler am Bildungszentrum Markdorf. Zusammen mit dem Lehrer Fritz Löffler haben sie über vier Monate hinweg aus Schichtholz drei Longboards gebaut, die über ein fünftes Rad mit einem Akkuschrauber betrieben werden, der für das Vorankommen sorgt. „Im Unterricht waren Verbrennungs- motoren das Thema. Da war es naheliegend, etwas Fahrbares zu motorisieren“, erläutert Fritz Löffler.

Sockenstricken weitergedacht

(c) www.maker-world.de

Weil sie eine größere Menge Wolle schnell verarbeiten wollte, entdeckte Monika Willers Sockenstrick- maschinen für sich. Diese brauchen für einen Strumpf 20 bis 30 Minuten, betrieben wird die Maschine durch eine Kurbel, die 72 Nadeln in Gang setzt. Motorbetriebene Maschinen brauchen für eine Socke sogar nur zwei Minuten, während bei anderen per Computer Muster programmiert werden können. „Ich verwende unbehandelte Schafwolle, die aus der Gegend kommt“, meint die Expertin, die mit vier Strickmaschinen auf der Maker World ist.

Omas Schätze finden neue Verwendung

(c) www.maker-world.de„Jeder kann und sollte ein Upcycler sein“, findet Nina Fischer vom Nestbau Designstudio. Die gelernte Architektin verbindet eine nachhaltige Lebensweise mit Upcycledesign. So verwandelt sie alte Bücher in Vasen, Spitzendeckchen in Schalen und Fahrradschläuche in Schmuck wie Halsketten und Armbänder. Die Ästhetik spielt dabei eine große Rolle. „Oft ist das Staunen darüber groß, wie wertvoll und edel Dinge aus scheinbar wertlosem Material wirken können“, berichtet die Upcyclerin über ihre Kreationen.

Ideen dreidimensional werden lassen mit einem Drucker

Erfinder Felix Büder posiert am 22.06.2015 in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) wenige Tage vor Beginn der Messe Maker-World in der Messe Friedrichshafen mit seiner Drohne, deren tragende Bauteile mit einem 3D-Drucker hergestellt wurden. Foto: Felix Küstle/dpa

Erfinder Felix Büder posiert am 22.06.2015 in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) wenige Tage vor Beginn der Messe Maker-World in der Messe Friedrichshafen mit seiner Drohne, deren tragende Bauteile mit einem 3D-Drucker hergestellt wurden. Foto: Felix Küstle/dpa

Bei der Arbeit mit dem 3D-Drucker sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt. Felix Bäder von der Toolbox aus Markdorf gibt eine Übersicht: „Wir haben schon Ersatzteile für Bürostühle, Gehäuse für Mikrocontroller, Schlüsselanhänger und sogar eine Drohne gedruckt.“ Die Zeit für den Druck variiert mit der Komplexität: So dauert der Druck eines Schlüsselanhängers 12 Minuten, ein Arm für eine Drohne etwa sechs Stunden. Der Drucker funktioniert wie eine Heißklebepistole, er gibt geschmolzenen Kunststoff auf zuvor programmierte Stellen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Die Maker World öffnet ihre Tore von Samstag, 27. bis Sonntag, 28. Juni 2015. Die Amateurfunk-Ausstellung Ham Radio findet teilweise parallel von Freitag, 26. Juni bis Sonntag, 28. Juni 2015 in Friedrichshafen statt. Die Tageskarte kostet 9 Euro, im Vorverkauf 8 Euro, die Familienkarte ist für 20 Euro erhältlich. Die Eintrittskarten berechtigen zum Besuch beider Veranstaltungen.

Weitere Informationen gibt es unter www.maker-world.de oder in unserem Eventkalender. Viel Spaß!

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