Upcycling – From Trash To Treasure

„Darüber, wer die Welt erschaffen hat, lässt sich streiten. Sicher ist nur, wer sie vernichten wird.“ Sagte der englische Tierschützer George Adamson, und oft sieht es so aus, als behielte er Recht. Aber:

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, ist schon lange ein geflügeltes Wort, und alle die sich mit UPCYCLING beschäftigen, hoffen. Sie hoffen, dass es gelingt, eine Wende zu vollziehen und den globalen Müll-Erstickungs-Tod zu verhindern.

1994 wurde der Begriff UPCYCLING in Amerika zum ersten Mal verbürgt gedruckt.

Trash

 

Rainer Pilz, Pilz GmbH, verwendete ihn in einem Interview, um zu erklären, dass die Welt ohne Umwidmung und Wertschöpfung keine gesunde Zukunft hat.

UPCYCLING, so erläuterte er, heißt

  • Verhindern, dass potenziell nützliche und wertige Materialien verschwendet werden.
  • Dadurch reduziert sich logischer Weise der Verbrauch von Rohstoffen bei der Herstellung neuer Produkte
  • Das führt zu einer Reduktion des Einsatzes neuer Rohstoffe
  • Diese Rohstoffreduktion bedeutet nicht weniger als
  • VERRINGERUNG DES ENERGIEVERBRAUCHS
  • DIE FOLGE IST WENIGER LUFTVERSCHMUTZUNG
  • UND GERINGERE TREIBHAUSGAS-EMISSION.

In den vergangenen knapp 20 Jahren sind Tausende von Menschen den Argumenten von Herrn Pilz gefolgt, und es werden täglich mehr.

UPCYCLING ist das Prinzip Aus-Alt-Mach-Neu. Wer upcycelt führt ausrangierte Gegenstände und Materialien aufgewertet und umgewidmet in den Kreislauf zurück.

„From Trash to Treasure“ – lautet das Motto, unter dem UPCYCLER die Welt mit anderen Augen betrachten und vermeintlichem Müll, scheinbar überflüssigen Abfällen ein zweites Leben schenken.

Vor allem junge Designer und Künstler haben diese Idee in den letzten Jahren verstärkt aufgegriffen.

Pars pro toto seien genannt:

UND ALLEN VORAN

Die Kunstwerke von Tim Noble und Sue Webster

 

Lustvoll werden Alltagsmaterialien und Müll, den die meisten Menschen achtlos entsorgen würden, einer neuen Nutzung zugeführt. So entstehen stylische Designgegenstände, hippe Mode und sogar Kunst.

schreibt Klaus Vogt am 20.01.2012 im managermagazin online. Und weiter:

„Allen Protagonisten dieser Szene ist es wichtig, sich radikal vom Begriff des Recyclings abzusetzen: der ist für die meisten Designer negativ besetzt, altmodisch und alles andere als umweltfreundlich. Die Modedesignerin Carla Langner beschreibt auf ihrem Blog carlasblog.de, dass Recycling sogar ein Rückschritt ist.

Während die Generation Grüner Punkt mit dem Begriff der Wiederverwertbarkeit aufgewachsen ist, wurde dieser durch das Cradle-to-Cradle-Prinzip neu definiert und als Downcycling enttarnt.“ so Langner. „Genau genommen beschreibt Downcycling den Prozess der Wiederverwertung von Rohstoffen, unter der Verwendung von neuen Ressourcen oder mit Entstehung von unerwünschten Nebenprodukten. Recycling bedeutet eine Verkreislaufung ohne Gewinn und Verlust.

UPCYCLING dagegen sei Recycling plus Wertschöpfung, ohne dass schädliche Nebenprodukte und ein weiterer Energieverbrauch entstehe. In diesem Fall bedeutet UPCYCLING die Wiederverwertung und damit einhergehende Wertschöpfung eines Produktes. Und wenn daraus Designgegenstände, Kunstobjekte und eine avantgardistische Mode entstehen, kann die Wertschöpfung kaum größer sein: Aus dem Altkleidersack in die Boutique oder die Kunstgalerie.“

Die etsy-eigene Suchmaschine registrierte im Januar 2010 etwa 7900 Klicks in Kombination mit dem Begriff „upcycled“. Ein Jahr später waren es 30.000 – eine Steigerung von deutlich mehr als 200%. Im Oktober 2011 zählte der Computer 167.000 Anfragen – eine weitere Steigerung von über 400%.

Beeindruckende Zahlen – und der Trend hält an.

Inzwischen haben sich international Firmen etabliert, die ihre Alltags-Produkte und/oder Luxusartikel auf der Basis von Industrieabfällen und Restverwertung herstellen. Sie haben ihre Firmensitze in der Schweiz, in Deutschland, Österreich, Frankreich und Amerika. Sie heißen „Feuerwear“, „Zirkeltraining“, „Gabarage“ oder „Opaco“. Sie verwenden Schläuche, LKW-Planen, Turnmatten und Kleidungsstücke für ihre Kreationen. Einige produzieren selbst, andere lassen in beschützten Werkstätten und Gefängnisschneidereien fertigen, wieder andere suchen in Produktion und Vertrieb nach weiteren fairen Möglichkeiten.

Manche haben eine kleine Auswahl, andere präsentieren ein größeres Repertoire. So führt die amerikanische Firma „LooptWorks“ nicht nur Mode für Damen und Herren. Im Herbst 2009 gegründet, gelang „LooptWorks“ der Durchbruch mit Laptop- und anderen Taschen aus upgecycelten Neoprenanzügen.

Das Berliner Veränderungsatelier „Bis es mir vom Leibe fällt“ schneidert schicke Kleider unter anderem aus abgelegten Herrenjacketts.

 

www.wunderwerke.infoIn der WUNDERWERKSTATT von www.wunderwerke.info werden aus Edelmetallen von der zerrissenen Goldkette bis zum verbogenen Silberlöffel nach Kundenwunsch gefertigte Schmuckstücke, Glücksbringer oder Schlüsselanhänger geschmiedet.

Und auch die Prominenz verschiedener Branchen hat längst erkannt, dass UPCYCLING der Trend des 21. Jahrhunderts ist. Im Oktober 2011 gab die Französische Luxus-Firma HERMES bekannt, dass sie eine ganze Reihe hochkarätiger Designer und Künstler beauftragt habe, kleine aber feine Accessoires aus den Abfällen der Taschen- und sonstigen Produktionen zu entwerfen.

Gerade ist international das weltweit erste „Branchenbuch“ für Upcycler im Aufbau, der UPCYCLING-GUIDE von www.wunderwerke.info

Gibt man bei google den Begriff UPCYCLING ein, wirft die Maschine in Sekundenschnelle 1.500.000 Treffer aus.

UPCYCLING, eine Philosophie, die jetzt auch im Privaten bei Kunden und Konsumenten ankommt. Es sind nicht nur der Gedanke und die Idee „der Umwelt zuliebe“ die hinter diesem Megatrend stecken. Wer seine Umgebung unter der Perspektive UPCYCLING betrachtet, entwickelt einen anderen Blick auf die Dinge des Alltags. UPCYCLING ist Lebensgefühl. UPCYCLING ist kreativ und individuell. Hinter jedem umgewidmeten Alt-Teil steckt eine Geschichte, jedes upgecycelte Stück aus der Vergangenheit wird zu einem Unikat der Zukunft.

3 Kommentare zu “Upcycling – From Trash To Treasure

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